Protagonisten

Urheberrechtsverletzung durch Telecinco in der Dokumentation „Prostitución infantil en Cuba“ (Kinderprostitution in Kuba)

In der von den Medien vielbeachteten Dokumentation „Prostitución infantil en Cuba“, produziert von Producciones Mandarina S.L., die der spanische Privatsender Telecinco Freitag Nacht, den 03. Oktober um 0.00 Uhr ausstrahlte, wurden mehrere Szenen und Abschnitte aus dem preisgekrönten deutschen Kinofilm „Dos Patrias, Cuba y la noche“ (Zwei Heimatländer, Kuba und die Nacht) (Deutschland 2007) des Regisseurs und Produzenten Christian Liffers unautorisiert verwendet. Hierdurch wurden die Urheberrechte schwerwiegend verletzt.
Durch eine Anzeige der Verletzung der Urheberrechte wurden von Christian Liffers auch die Videostreams von „Prostitución infantil en Cuba“ auf verschiedenen Internetportalen gestoppt.
„Dos Patrias, Cuba y la noche“ und die Personen, die in diesem Kinofilm erscheinen, stehen in keinem Zusammenhang zu dem Inhalt der Dokumentation „Prostitución infantil en Cuba“.   „Dos Patrias, Cuba y la noche“ , hatte im März 2007 Weltpremiere beim Miami International Film Festival und war seitdem auf mehr als 60 Festivals in 35 Ländern zu sehen. In Spanien wird der Kinofilm ausschließlich im Pay-TV-Kanal „Odisea „Dos Patrias“ in regelmäßigen Abständen seit Januar 2008 ausgestrahlt.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dies in Ihrer Berichterstattung über die Telecinco-Doku berücksichtigen könnten.

Christian Liffers
Director y productor DOS PATRIAS, CUBA Y LA NOCHE

Im Jahr 2004 hat der Autor in zwei Recherchereisen nach Havanna das Vertrauen der Protagonisten gewinnen können, so dass erstmals in einem Dokumentarfilm Menschen offen vor der Kamera über Ihre Homosexualität und ihr Leben auf Kuba sprechen.

Tomas005Tomás, 60, Schriftsteller                                                              

Ist ehemaliger Freund und Arbeitskollege von Reinaldo Arenas in der Nationalbibliothek. Dort arbeitet er auch noch heute. Seine Lebensgeschichte lässt den Aufbruch der revolutionären Jahre genauso aufscheinen, Tomas001wie die Verfolgung Homosexueller in den 80er Jahren. Zentrale Themen sind die Revolution und die Religion. Er ist Anhänger der Santería, einer dem Voodoo verwandten afro-kubanischen Religion. In der Santería werden Homosexuelle nicht ausgegrenzt oder diskriminiert: Schwule sind Bestandteil der überlieferten nigerianischen Mythen unter anderem als Erretter der Meeres-Göttin Yemayá.

Raudel001Raudel, 19, Sozialarbeiter                                                            

Er lebt mit seiner Mutter in einem kleinen Häuschen in San Antonio de los Baños, einem kleinen Ort unweit von HavannaRaudel002. Wie Tomás ist er Anhänger der Santería-Religion. Und wie er glaubt auch Raudel an die Revolution. Auch auf dem Land existieren geheime und verbotene Treffpunkte der Schwulenszene, die die Kamera mit ihm aufsucht.


Imperio001Imperio, 34, Travestiekünstler                                                      

Er ist einer der bekanntesten Travestiekünstler Havannas. Allabendlich tritt er in einem illegalen Nachtclub auf. Imperio006Er ist HIV-Positiv und hat die Entwicklung im Umgang der kubanischen Behörden mit Aids erlebt: von der Internierung in Lagern, bis zum heutigen offeneren Umgang und der Möglichkeit der Behandlung mit kostenlosen Medikamenten.


Eduardo001Eduardo, 34, Künstler                                                                  

Fotograf und Künstler, der mit seinen Collagen schon mehrere Ausstellungen in Havanna gemacht hat. In seinen Arbeiten setzt er sich seit Jahren mit dem Männerbild in der kubanischen Gesellschaft und damit mit dem Machismo auseinander. Er gehört wie auch Tomás zur Intellektuellen Oberschicht Havannas. Eduardo002Wie dieser, sieht er das Ziel einer schwulen Bewegung nicht in Anpassung und Vereinnahmung durch den Mainstream nach westlichem Vorbild, sondern erhofft sich gerade im Vakuum des kommunistischen Kubas eine Chance, die Konstruktionen von Männlichkeit, Gender und Homosexualität offen zu legen, und über die Anders-Artigkeit eine andere neue Art von Bewegung zu schaffen.

Alexey001Alexey, 30, Tänzer                                                                       

Sohn eines Parteifunktionärs, arbeitslos. Er wohnt illegal in einem kleinen Zimmer in Havanna Centro.Alexey003 Eine typische Nachtgestalt am Malecón, schrill, bunt und mit dauernden Problemen mit der Polizei und mit Behörden. Obwohl er schwul ist, glaubt er nicht an Liebe zwischen Männern, wie viele andere kubanische Schwule.



Isabel004Ahmed „Isabel“, 23, Transsexueller                                               

Er ist arbeitslos und versucht, als Frau zu leben. Er wohnt bei seinen Großeltern in einem vom Zusammenbruch bedrohten Haus in Habana Centro. Isabel002Der wichtigste Ort für ihn ist der Malecon, die Uferpromenade Havannas, wo er sich jede Nacht mit Freunden trifft. Er ist derjenige, der am meisten unter den Vorurteilen und der Diskriminierung leidet. Selbst von der Familie wird er mehr verspottet als geliebt. Seine große Hoffnung ist es, eines Tages als Frau leben zu können.